Persönliches

Ich bin Wahl-Pälzerin und lebe mit meiner Familie in Wörth am Rhein. Wenn mich jemand fragt, ob ich Berlin nicht vermisse, dann antworte ich immer: Nein, denn ich habe noch nie so viele freundliche Menschen getroffen wie hier. Und außerdem gibt es in Berlin keine Dubbegläser. 

Lebensweg

Ich bin promovierte Geowissenschaftlerin und habe mich immer für Schnittstellen interessiert: zwischen Kultur- und Naturwissenschaft, zwischen Wirtschaft und Ehrenamt, zwischen Wissenschaft und Politik sowie in meiner letzten Funktion zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Motivation

Friedliches, zufriedenes Zusammenleben und Teilhabe treiben mich als Herzensanliegen seit geraumer Zeit um. Ich vertrete die Ansicht, dass wir nur dann in eine gute Zukunft schauen können, wenn jeder einen Platz in der Gemeinschaft findet und sich einbringen kann. Der Schlüssel zu Teilhabe sind meiner Ansicht nach Bildung und Wissen. Und da es keinem Menschen möglich ist - manche sind qua Geburt besser gestellt als andere, aber ganz kann es niemand -, in der Erstausbildung alles zu lernen, was sie oder er im Leben braucht, ist lebenslanges Lernen, lebenslanges Neugierig sein, ein Muss. Dafür braucht es einfache und gerechte Zugänge - man könnte auch sagen Bildungsgerechtigkeit -, passende und attraktive Angebote und viel viel Engagement.

 

Ich bin weiterbildungspolitische Sprecherin meiner Fraktion im Landtag und mein Motto lautet „Jeder Mensch hat es verdient, seinen Platz im Leben zu finden.“ Das passt gut zusammen und umreißt eine Vision, die ich habe. Ich glaube, dass wir alle zukünftig noch dringenderen Bedarf haben werden, lebenslang zu lernen, und zwar auf ganz unterschiedlichen Gebieten. Man kann das groß zeichnen: Klimawandel, Migration, Digitalisierung. Ich meine, das kann und muss man ganz konkret lokal verankern: Wie wird künftig das Wetter im Sommer und Winter aussehen und was heißt das für meinen Garten? Kann ich durch Telemedizin mit Krankheit besser leben und wenn ja, wie? Welche Werte vertreten die unterschiedlichen Weltreligionen und was heißt das im Alltag? Wie schütze ich meine Privatsphäre im Netz? 

 

Mein Wunsch ist, dass es für all die vielen Fragen in jeder Gemeinde einen Ort gibt, an den die Menschen ganz analog gehen können, um dort nach Antworten zu suchen und der entsprechend - auch digital - ausgestattet ist. Bibliotheken, Volkshochschulen, Co-Working-Möglichkeiten zum spontanen und gemeinsamen Arbeiten, Stadtgarten, Fab Labs zum Basteln, Repariercafés, all das gehört für mich dazu. Diese Wissenshäuser für Jung und Alt würden dann zum sozialen Treffpunkt werden, an dem ein Schulkind seine Hausaufgaben macht, ein Hausmann im interkulturelle Kochen nach Anregungen für das nächste Festessen sucht, eine Hobbygärtnerin Kräuter für alle anbaut, Jugendliche im 3D-Drucker ein Ersatzteil für den Rollator einer alten Dame bauen und diese sich nebenbei zum Kaffeekränzchen trifft. Ich weiß, das klingt nach Utopie, aber keine Utopie ist auch keine Lösung.